Da ist er der nächste Punkt

Zur Lage in der Liga der SVF

Liebe Fußballfreunde,

am 31.8. hat sich die SVF vom gesamten Führungsteam der Ligamannschaft (Eckhard Dettlaff, Sven Jäckel und Jan Rieken) mit sofortiger Wirkung getrennt. Das die Mannschaft nach 5 Spielen mit 0 Punkten und 9:28 Toren auf dem letzten Tabellenplatz der Kreisklasse A liegt und zum Spiel in Melsdorf gar nicht erst angetreten ist, obwohl die 2.Mannschaft an diesem Spieltag spielfrei war, waren nicht der Grund für diesen rigorosen Schritt. Klar macht man sich bei einem solchen Start seine Gedanken, aber der Grund war die mangelnde Teamfähigkeit der Führungscrew.
Wie soll ein Führungsteam, das nicht in der Lage ist, vernünftig miteinander zu kommunizieren, einer Mannschaft Teamgeist vermitteln?

Aber ich möchte erst versuchen, die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge zu berichten, damit sich jeder sein eigenes Bild über die Geschehnisse machen kann:

Am Ende der letzten Saison bot uns Eckhard Dettlaff seine Hilfe an, um die SVF wieder auf einen besseren Weg zu führen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits mit Sven Jäckel einen Trainer für die Saison 2010/2011. Aber die Kombination, mit Eckhard Dettlaff einen Fußballfachmann von außerhalb und Sven Jäckel, der die Spieler mit ihren Fähigkeiten kennt, ein Team zu bilden, schien uns Erfolg versprechend. Auch waren wir uns der Problematik, die daraus entstehen könnte, wenn ein Trainer auf einmal nicht mehr das alleinige Sagen hat, durchaus bewusst.
Also brachte Ralf Stahlberg die Beiden an einen Tisch, damit sie sich darüber austauschen, ob sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnten. Nach Abschluss des knapp 2-stündigen Gesprächs signalisierten Beide ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Darauf hin wurde nach Rücksprache mit dem Vorstand der SVF Eckhard Dettlaff verpflichtet.

Schon im Laufe der Vorbereitung auf die neue Saison wurde dann deutlich, dass sich die Zusammenarbeit dann doch schwieriger gestaltete. In einem ersten Gespräch Anfang August haben Ralf Stahlberg und ich versucht, mit den drei Beteiligten einen Konsens zu finden, wie man zukünftig miteinander umgehen sollte. Ich habe da auch noch mal betont, was ich in der letzten Vereinszeitung geschrieben habe, das wir in der Fußballabteilung der SVF miteinander reden wollen und nicht übereinander. Dieses sollte das Führungsteam der Liga beherzigen und ihrer Mannschaft auch vorleben. Leider fruchtete dieses Gespräch nicht, so dass es ca. 2 Wochen später ein erneutes Gespräch gab, in dem Ralf Stahlberg alle erneut zur konstruktiven Zusammenarbeit aufforderte, zu der man sich ja von Anfang an verpflichtet hatte. Im Laufe dieses Gesprächs wurde es dann auch um Einiges lauter und es kamen Emotionen ins Spiel. Am Ende wurde dann nochmals per Handschlag bekräftigt, sich gemeinsam um das zu kümmern um was es eigentlich geht, die Ligamannschaft wieder auf Kurs zu bringen.
Aber auch dieser Burgfrieden war nur von kurzer Dauer. Als nächstes baten Eckhard Dettlaff und Jan Rieken um ein Gespräch mit dem ersten Vorsitzenden der SVF, um mit ihm ihre Vorstellungen über den Fußball in der SVF zu besprechen.
Neben diesen Ereignissen führte Ralf Stahlberg sehr viele Einzelgespräche, um heraus zu finden, wo man den Hebel ansetzen könnte, um eine Verbesserung der Gesamtsituation, den sportlichen Aspekt natürlich auch immer im Hinterkopf, herbei zu führen.

In den letzten Tagen wurde uns dann immer klarer, das wir hier, entgegen Ralfs Statement in der letzten Vereinszeitung, „das wir endlich mal wieder Kontinuität in der Trainerfrage erzielen wollen“, einen konsequenten Schlussstrich ziehen müssen.

Dieses wurde dann am Dienstagnachmittag mit dem ersten Vorsitzenden der SVF in einem konstruktiven Gespräch, in dem alle Pros und Contras diskutiert wurden, abgestimmt und am Abend wurde dann die Trennung vollzogen.

Das diese Ereignisse für manchen Außenstehenden überraschend kamen und auch bei Manchen für Unverständnis sorgt, ist uns durchaus bewusst.
Wir haben bei der Entscheidung auch keineswegs den einfachsten Weg gesucht, sondern wir haben die Lösung gesucht, die für den Fußball in der SV Friedrichsort die Beste ist.
Ob wir sie gefunden haben, wird man irgendwann beurteilen können, aber aus unserer Sicht gab es keine Alternative zu dieser Entscheidung.

Mit sportlichen Grüßen
Volker Blietschau
Kommentare dazu bitte direkt an den Fußballabteilungsleiter und nicht in irgend welche Gästebücher da gehört so etwas nicht hin. Fussballabteilungsleiter@SV-Friedrichsort.de

Stellungnahme des Ex-Trainers und Ex-Obmann

Stellungnahme des Ex-Trainers sowie des Ex-Obmannes der Liga der SV Friedrichsort zu deren Entlassung:
 
Die Entlassung aller drei Verantwortlichen der Liga zum jetzigen Zeitpunkt  war für alle Beteiligten mehr als überraschend, jedoch an dem bisherigen Verhalten der verantwortlichen Abteilungs-Vorgesetzten, absehbar.
 
Aus den Internen Gesprächen zwischen diesen Personen wurde eindeutig klar, dass die Verantwortlichen, die den Trainer eingestellt hatten, nicht hinter dessen Entscheidungen standen. Das verstehe, wer will. Vorige, vor Vertragsverhandlungen, vom Trainer geäußerte Bedenken, wurden geschickt beiseite geräumt oder hinausgezögert. Der Trainer hatte von vornherein Bedenken dahingehend geäußert, einen ehemaligen Haupttrainer zum Co zu machen. Hier ging es nicht um die Person des Co-Trainers sondern ausschließlich darum, wie es die langjährigen Erfahrungen des Trainers zeigten, dass Kontroversen vorprogrammiert sind.  Natürlich ging der Trainer davon aus, wenn es mit dem Co nicht läuft, dass der Verein im Nachhinein mit des Trainers Entscheidungen einverstanden ist und diese auch voll unterstützen würde. In mehreren Gesprächen wurde sehr schnell deutlich, das die Verantwortlichen das Konzept und die Entscheidungen des Trainers nicht unterstützen. Dies war umsomehr verwunderlich, da der Abteilungsleiter als auch der Sportdirektor des Vereins  den Trainer einvernehmlich eingestellt hatten. Nach der Entscheidung, diese Personen zu entlassen, wurde dem Co-Trainer wohl angeboten, in der Jugendarbeit weiterzumachen. Das sagt alles darüber aus, wie man zu dem Trainer Dettlaff steht/stand. Nach Meinung des gesamten Umfeldes, wie wir in vielen Gesprächen herausfanden, ist das für den Fußball in der SVF das Schlimmste, was einem Verein in der derzeitigen Verfassung, passieren kann. Einen Trainer mit solch einer fussballerischen Erfahrung zugunsten des eigenen Ansehens von Personen zu entlassen, bedarf keines Kommentars. Hier solle sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Eindeutig wurde auch zu verstehen gegeben, dass eine professionelle Einstellung dahingehend, den Fussball in der SVF voranzutreiben, nicht erwünscht war.
 
Im Namen des Trainers und des Obmannes wünschen wir der Mannschaft der Liga der SV Friedrichsort weiterhin viel Glück und baldigen Erfolg für die weitere Saison. Ihr seit immer bereit, alles zu geben; Eure Trainingsbereitschaft war herausragend; Haltet zusammen, dann werden auch die Punkte eingefahren.
 
Abschließend noch einige Worte des ehem. Obmannes:
 
Ich kenne deutschlandweit keinen Verein, in dem der hauptverantwortliche Trainer, wer immer das auch sein mag, nicht allein die Entscheidung im personellen Umfeld seiner Mannschaft trifft. Die Mannschaft verliert, und da spreche ich im namen Vieler, einen hochmotivierten Trainer, der gerade auch für die Entwicklung von jungen Spielern ein enormer Gewinn war. Vom fachlichen her war die Verpflichtung des Trainers, das muss man den Verantwortlichen ehrlicherweise hoch anrechnen, eine Glanzleistung. Im Übrigen hat sich auch ein Großteil, nicht nur der Mannschaft, positiv über die Trainingsarbeit geäußert. 

Jetzt offiziel, neuer Ligatrainer bei der SVF

Mesut Özdek neuer Ligatrainer in Friedrichsort

Eine turbulente Woche liegt hinter der SV Friedrichsort Herrenabteilung.
Inzwischen haben wir mit Mesut Özdek den Nachfolger auf dem Trainerposten der Liga gefunden. Die erste Maßnahme daraus ist ein gemeinsamer Trainingsbetrieb mit einem fairen Konkurrenzkampf aller Aktiven der SVF-Herrenabteilung. Wir wollen jetzt wieder Ruhe und Kontinuität in unsere Abteilung reinbekommen und wir denken, das uns das mit Mesut gelingen wird. Als Interimstrainer der 2.Mannschaft werde ich so lange fungieren, bis wir auch hier eine vernünftige Lösung gefunden haben.
Im zweiten Schritt wollen ist es das Ziel mit Mesut Özdek als Ligatrainer, dem „zukünftigen“ Trainer der 2.Mannschaft und allen Aktiven langfristig, die SVF wieder auf die Beine bringen.

Trotz erheblicher personeller Probleme, es fehlten am Wochenende mehr als 10 Spieler aus Urlaubs- oder verletzungsbedingten Gründen sowie Sperren, konnten beide Mannschaften zu den Spielen antreten:
Die mit 5 Mann gutbesetzte Bank der zweiten Mannschaft brachte es auf ein Alter von über 220 Jahren !? Die zusammengewürfelte Truppe wurde mit dem1:5 vom Ergebnis unter Wert geschlagen, weil sie sich letztendlich einfach in wichtigen Phasen zu gravierende Fehler leistete. Leider wurde das an diesem Tag von den Elmschenhagenern eiskalt bestraft.

Um so erfreulicher war, das die Liga mit dem 2:2 bei der SG Bordesholm/Wattenbek 2 den ersten Zähler in der laufenden Saison einfahren konnte. Das Spiel stand bis zum Schlusspfiff auf des Messer Schneide, hinten verhinderte die SVF mit großem Kampf und einem grossartigen Torwart Yussuf den Sieg der Bordesholmer, vorne verpassten Dennis und Murat in der Schlussphase nur knapp den möglichen Sieg und ein verunglückter Kopfball eines Bordesholmer Verteidigers strich nur um cm am eigenen Gehäuse vorbei. Letztendlich war es ein gerechtes Ergebnis und ein Spiel, das Hoffnung und Auftrieb geben dürfte.

Volker Blietschau